Gerlinde Kempendorff und Christine Reumschüssel
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Ich bin auf der deutschen Titanic geboren

Reumschüssel spielt was Kongeniales und Kempendorff quasselt und singt dazwischen

Seit fünf Jahren arbeiten Christine Reumschüssel und Gerlinde Kempendorff künstlerisch und im Projekt MUT – Musikunterricht im Tandem im Schulcoaching – zusammen.

Nach der Platte „Glück gehabt”, die 2015 für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert war und dem schönen „Kessel Buntes” zum 40jährigen Bühnenjubiläum 2016 von Gerlinde Kempendorff, stehen wir fassungslos vor dem Ereignis 2019: 30 Jahre Mauerfall! Unfassbar, unglaublich, dass das schon so lange her sein soll. Wir haben uns 30 Jahre auf der Überholspur selber versucht zu überholen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Jetzt hört man auch wieder Töne, die wir schon lange kennen: Flächendeckende Kitas ..., Frauen muss Karriere machbar gemacht werden ..., Strukturen schaffen, damit mehr Kinder geboren werden ...

Wir haben Lieder, Texte und Stücke, die in der Schublade lagen wiederentdeckt. Sie waren entweder zu schade, um sie weg zu tun oder sie sind so wenig gespielt worden, dass sie kaum noch präsent sind.
Etwa der wunderschöne Text über die Freundschaft von Erika Mann „Zugegeben” (neu vertont von Christine Reumschüssel), der umwerfend – natürlich fiktive! – „Bericht” der verzweifelten Grundschullehrerin Ingeborg Matschke (ein Auschnitt, Text GK).

Auch die hinreißenden musikalischen Miniaturen von Christine Reumschüssel aus einem ganz anderen Kontext, die hier endlich richtig&xnbsp;zu Ehren kommen sind wieder zu hören. Ein Kaleidoskop zweier Künstlerinnen, die gern aus dem Vollen jahrzehntelanger künstlerischer Arbeit schöpfen, Altes mit Neuem verbinden und sich selbst und ihr Publikum damit erfreuen und damit etwas erhalten, das in dieser Zeit noch schneller als sonst vergeht: Erinnerung.

(Foto: Caro Hoene)